Nach langem Bärenmarkt scheint sich die Stimmung am Kryptomarkt wieder etwas zu drehen. Seit Beginn des Jahres steigen die Kurse wieder.

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Quelle: Traxer

Nach langem Bärenmarkt scheint sich die Stimmung am Kryptomarkt wieder etwas zu drehen. Seit Beginn des Jahres steigen die Kurse wieder und der Markt gewinnt an Dynamik. Zudem akkumulieren die großen Investoren zunehmend aggressiver in Ethereum, was ein zusätzlicher Indikator für eine beginnende Kehrtwende im Abwärtstrend ist.

 

Wie ist die aktuelle Situation am Kryptomarkt 

Wer einen Blick auf die Weltwirtschaft wirft, wird schnell feststellen, dass sie schon bessere Tage gesehen hat. Nach Pandemie folgte der Krieg in der Ukraine und die ohnehin angeschlagene Wirtschaft hat nunmehr mit stark gestiegenen Öl- und Gaspreisen zu tun. Das treibt die Produktionskosten von Gütern aller Art in die Höhe und die Folge ist eine starke Inflation, was zu einer verminderten Kaufkraft der Leute führt. Dazu gab es große Entlassungswelle, welche auch im Kryptomarkt zu sehen war. Zu schnell waren zahlreiche Krypto-Börsen expandiert und verloren durch den anhaltenden Bärenmarkt große Teile ihrer Einkünfte, weshalb sie zum Sparen gezwungen waren. Dennoch scheint sich die allgemeine Situation am Kryptomarkt allmählich wieder zu erholen. So ist der Fear and Great Index in den letzten Tagen über die 60 Punkte geklettert und signalisiert die momentane Gier der Käufer, was sich nicht zuletzt auch im Preis widerspiegelt. Einige kleinere Kryptos konnten ihren Wert innerhalb des letzten Monats vervielfachen und auch der Bitcoin und Ethereum verzeichneten im Januar ein deutliches Plus. Ein Blick auf die On-Chain Daten belegt dabei vor allem ein großes Interesse an Ethereum bei institutionellen Investoren, welche sich inzwischen bereits seit einigen Monaten auf ein Ende des Bärenmarktes vorbereiten und ihre Ether Bestände auffüllen sowie andere Kryptowährungen kaufen. 

Gründe für die Rückkehr von Großinvestoren 

Die Gründe für die Rückkehr der Großanleger sind vielfältiger Natur, haben aber in jedem Fall einen großen Impact auf den Kryptomarkt. Eine der Hauptursachen ist sicherlich, dass es nicht mehr viele Menschen auf dem Markt gibt, die bereits sind ihre Coins zu den derzeitigen Preisen zu verkaufen und auf den nächsten Bullenmarkt warten. Schließlich hatten all jene, die mit ihrem Coins und Token zu hohen Preisen gekauft haben und nun im Verlust sind, mehr als ein Jahr Zeit, diese zu verkaufen. Daher stellt sich die Frage, warum sie ihre Coins jetzt noch verkaufen sollten, wenn nächstes Jahr schon wieder das nächste Bitcoin-Halving ansteht, welches dem Markt bislang immer neuen Schwung verliehen hat und sie während der großen Abverkäufe der letzten Monate nicht verkauft haben. Dass auch der große FTX-Skandal die Preise nicht zu neuen Tiefstständen bringen konnte und den Markt verhältnismäßig ruhig gelassen hat, zeigt eben jene Wartestimmung. Zudem war es in der Vergangenheit bislang immer so, dass etwa auf der Hälfte zwischen altem Allzeithoch und kommenden Halving eine Bodenbildung stattfand, welche von den Walen genutzt wird, um ihre Bestände aufzufüllen.  Bei Ethereum kommt verstärkt hinzu, dass es sein Netzwerk vom energiereichen Proof of Work Konsens-Mechanismus auf das nachhaltiger Proof of Stake umgestellt hat. Somit wurde nahezu der gesamte Stromverbrauch eingestellt und die Kryptowährung wurde für Investoren nochmals attraktiver. Darüber hinaus hat die US-Notenbank (FED) begonnen, die Erhöhung des Leitzinses schrittweise zu reduzieren, wodurch es für professionelle Investoren wieder günstiger wird, sich Geld zu leihen. Außerdem ist die Corona-Pandemie längst nicht mehr von so großer Bedeutung wie die letzten beiden Jahre und hat keinen großen Einfluss mehr auf die Märkte. Dies ist insofern von entscheidender Bedeutung für die Rückkehr der Großinvestoren, als dass damit ein großes Manko aus der Bewertung für die zukünftige Entwicklung der Märkte rausgenommen wird. 

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Welche Prognosen gibt es für die weitere Marktentwicklung

Wie sich der Kryptomarkt in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln wird, kann man nicht mit Gewissheit vorhersagen. Die meisten Experten prognostizieren allerdings, dass die Nachfrage nach Kryptowährungen in den nächsten Jahren weiterhin ansteigen wird und immer mehr Unternehmen auf die Blockchain-Technologie mit ihren Möglichkeiten setzen werden. Besonders NFTs, Defi-Anwendungen sowie das Metaverse machen sie dabei als Zukunftstrends aus. In Bezug auf den aktuellen Anstieg gehen die Expertenmeinungen dann noch ein wenig auseinander. So gibt es auch der einen Seite jene, die noch einen stärkeren Abverkauf mit neuen Tiefstständen erwarten, welche sich aktuell jedoch deutlich in der Minderheit befinden. Auf der anderen Seite stehen all jene, die davon ausgehen, dass sich der Boden bereits gebildet hat und die Kurse von hier aus in einen neuen Bullenzyklus starten. Zu dieser Prognose passt auch, dass Großinvestoren und institutionelle Anleger seit einigen Wochen und Monaten in großem Maß begonnen haben zu akkumulieren und ihre Krypto Bestände zu füllen. Denn dies würden sie nicht machen, wenn sie von einem weiteren Crash ausgehen würden. Vielmehr zeugt eine Akkumulation durch Großinvestoren, dass sie von steigenden Kursen ausgehen und sie ihre Bestände zu einem späteren Zeitpunkt und zu deutlich höheren Kursen wieder verkaufen möchten. Man sollte jedoch bedenken, dass zu jedem Aufwärtstrend auch immer wieder stärkere Rücksetzer gehören. Außerdem gibt es noch keine Bestätigung für eine endgültige Trendwende und einige Experten erwarten nach der kleinen Rally zunächst eine Korrektur, bevor die Märkte weiter nach oben gehen, oder sich doch für eine Fortsetzung des bestehenden Abwärtstrends entscheiden. Alternativ könnte der Markt auch eine Zeit lang auf dem aktuellen Kursniveau konsolidieren und sich so etwas erholen, bevor es erneut in die eine oder andere Richtung geht. 

 

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