Verbraucherindex im Aufwärtstrend: Neuer Höchstwert im Frühjahr 2019

Der Optimismus der Deutschen ist ungebrochen: Der Creditplus-Verbraucherindex ist zum Frühjahr 2019 hin erneut gestiegen.

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Stuttgart (ots) – Der Optimismus der Deutschen ist ungebrochen: Der Creditplus-Verbraucherindex ist zum Frühjahr 2019 hin erneut gestiegen. Er liegt nun bei 103,8 Punkten und damit 1,2 Punkte über dem Wert vom vorigen Herbst. Die Studie erfasst halbjährlich die Zukunftserwartungen, Konsumbereitschaft und die finanzielle Lage von 2.000 Verbrauchern. Die aktuelle Erhebung weist den größten Sprung seit dem Herbst 2017 aus, als der Index erstmals über 100 Punkte stieg. Ursache für den Rekordwert: Noch nie seit Beginn der Messung sahen die Deutschen ihre finanzielle Zukunft so positiv. Zudem hatten noch nie so viele Privathaushalte Rücklagen in nennenswerter Höhe.

“Laut Prognose der Bundesregierung trüben sich die Konjunkturaussichten zwar ein, aber bei den Endkunden ist davon noch nichts angekommen”, sagt Belgin Rudack, Vorstandsvorsitzende der Creditplus Bank. “Die Verbraucher planen weiterhin für größere Anschaffungen. Das ist auch gesamtwirtschaftlich positiv, da die private Nachfrage als wichtige Stütze der Konjunktur erhalten bleibt.” Insgesamt erwarten 78 Prozent der Befragten für die nächsten Monate einen höheren Lebensstandard und ein verbessertes Haushaltseinkommen. Das entspricht nach einem Rückgang im Herbst wieder dem Vorjahresniveau. Im Detail stellt der Wert sogar eine Verbesserung zum Frühjahr 2018 dar, weil 17 Prozent der Befragten ausdrücklich mit sehr positiven Erwartungen und nicht nur einigermaßen zuversichtlich in die Zukunft blicken: der höchste jemals gemessene Anteil an starken Optimisten.

Ausgabebereitschaft stagniert, Ersparnisse wachsen

Die Lust daran, sich etwas zu gönnen, hat sich kaum geändert: 68 Prozent der Befragten haben grundsätzlich Lust, höhere Beträge für Anschaffungen auszugeben. Das ist ein Prozentpunkt weniger als im Herbst vergangenen Jahres, jedoch ein Prozentpunkt mehr als im Frühjahr 2018. Gewachsen sind hingegen die finanziellen Rücklagen. 71 Prozent der Befragten können problemlos mindestens 625 Euro aufbringen, falls unerwartete Ausgaben anstehen. Insgesamt 40 Prozent verfügen sogar über eine eiserne Reserve von mehr als 2.500 Euro. Auch dies ist ein Rekord.

Mehr Befragte mit konkreten Anschaffungsplänen

Eine neue Bestmarke weist auch der Creditplus-Branchenindex aus, der die Investitionsbereitschaft für größere Anschaffungen misst: Mit einem Wert von 101,4 Punkten durchbricht er erstmalig die 100-Punkte-Marke. Damit verfestigt sich ein langfristiger Trend: In den beiden Wintern zuvor war bereits der saisonale Rückgang ungewöhnlich gering, sodass im folgenden Frühjahr jeweils ein höheres Niveau erklommen wurde. Die gleiche Bewegung zeigt sich auch in der aktuellen Studie. Damit überschreitet die Anschaffungsbereitschaft erstmals den Wert, der im Frühjahr 2015 beim ersten Durchlauf der halbjährlichen Befragung gemessen wurde. Die konkreten Pläne hinter dem abstrakten Wert: 61 Prozent der Befragten haben vor, mindestens eine größere Anschaffung zu tätigen. Mehr als ein Drittel plant sogar mindestens zwei.

Für 37 Prozent der Studienteilnehmer bedeutet dies, neue Möbel zu kaufen. Das Thema hat damit lange nicht die Wichtigkeit wie bei dem ersten Studiendurchlauf 2015 (41 Prozent), erfährt jedoch eine deutliche Aufwertung im Vergleich zur Erhebung im Herbst 2018 (33 Prozent). Auf Platz eins der Wunschliste stehen neue Wohnzimmermöbel: für 52 Prozent der Möbelkäufer ein Thema. 40 Prozent möchten ihr Schlafzimmer neu ausstatten. Knapp ein Viertel investiert in die Küche. Räume wie Bad, Esszimmer oder Kinderzimmer haben eine geringere Priorität. Ein Drittel der Möbelkäufer hat sich ein Preislimit von 625 Euro gesetzt, etwas mehr als ein Viertel greift tiefer in die Tasche und gibt bis zu 1.250 Euro aus. Mehr als dieser Betrag ist bei insgesamt 40 Prozent der Befragten eingeplant.

Rekordwert bei Reisebereitschaft

Bei den Reiseplänen zeigt sich der alljährliche Zuwachs zum Sommer hin. In diesem Jahr fällt er allerdings ungewohnt kräftig aus: Ein Drittel der Befragten möchte in den kommenden drei Monaten mehr als 1.250 für eine Reise ausgeben. In dieser Hinsicht gilt ebenfalls: der höchste jemals gemessene Wert in der Geschichte der Studie.

Die Bereitschaft, ein neues Auto zu erwerben, stagniert hingegen: Wie im vergangenen Herbst liegt sie bei 15 Prozent. Der Stillstand muss jedoch nicht mit einer Verunsicherung durch Fahrverbots- und Tempolimit-Debatten erklärt werden. Der Wert bewegt sich innerhalb der normalen Schwankungsbreite und liegt deutlich über dem Tiefstwert (11 Prozent) vom Herbst 2016. Bleibt die Zahl der Autointeressenten insgesamt gleich, so steigt jedoch der Anteil der Neuwagenkäufer von 66 auf 68 Prozent. Nur 32 Prozent derjenigen, die einen Pkw kaufen wollen, orientieren sich am Gebrauchtmarkt.

Ein Motorradkauf ist für zwei Prozent aller Befragten ein Thema. Auch hier ist der Anteil der Interessenten an neuen Maschinen gestiegen: von 63 auf 71 Prozent.

Größere Rücklagen in Familien

Die insgesamt höhere Ausgabebereitschaft folgt unter anderem daraus, dass immer mehr Haushalte eine Reserve aufgebaut haben und zusätzliche Einnahmen daher beruhigt in den Wirtschaftskreislauf investieren können. In der Regionalverteilung sind Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen die Länder mit den wohlhabendsten Bewohnern. In diesen Bundesländern haben mindestens 74 Prozent der Befragten Reserven von 2.500 Euro oder mehr. Die Bundesländer, in denen die meisten Haushalte ganz ohne Rücklagen anzutreffen sind, sind Thüringen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Wenig überraschend steigt das verfügbare Vermögen mit Höhe des Bildungsabschlusses an. Entgegen der landläufigen Meinung jedoch haben Familien oft mehr Erspartes als kinderlose Haushalte. Fast die Hälfte der Befragten, die für Minderjährige sorgen, besitzt mehr als 2.500 Euro, die für Notfälle zur Verfügung stehen.

“Eine unerwartete Erkenntnis: Trotz der gut gefüllten Rücklagen bleibt die Zahlung auf Kredit sehr populär”, sagt Creditplus-Vorstandsvorsitzende Belgin Rudack. “Die Konsumenten haben zwar mehr finanziellen Spielraum für größere Anschaffungen. Sie bevorzugen aber weiterhin die gut planbare Bezahlung mittels Ratenkredits – zum Beispiel beim Kauf eines Wagens, Motorrads oder Möbelstücks.” Entsprechend ist das Interesse an Verbraucherkrediten nur leicht zurückgegangen: 28 Prozent der Befragten sind bereit, größere Anschaffung vollständig auf Raten zu zahlen (Herbst 2018: 30 Prozent). 20 Prozent (Herbst 2018: 22 Prozent) finanzieren die neuen Errungenschaften zumindest teilweise auf diesem Weg.

Zur Studie “Creditplus Verbraucherindex Frühjahr 2019”:

Im Februar 2019 wurden 2.000 Personen ab 16 Jahren online durch das Marktforschungsinstitut Toluna befragt. Die Studie ist repräsentativ und bietet einen Einblick in das Verbraucherverhalten der Bevölkerung. Die Ergebnisse stellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Verbrauchergruppen heraus.

Die Studie steht Ihnen als Berichtsband hier zum Download zur Verfügung: https://bit.ly/2Z1EY7T

Darüber hinaus können Sie in einer klickbaren Version die Ergebnisse im Zeitverlauf betrachten: https://www.creditplusblog.de/verbraucherindex/

Original-Content von: CreditPlus Bank AG, übermittelt durch news aktuell

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