Top 3 Hightech-Trends 2020

Sicherlich wird das Jahr 2020 als eines der ungewöhnlichsten in die Menschheitsgeschichte eingehen. Denn vieles, was zuvor als Science-Fiction-Szenario abgetan wurde, ist jetzt Realität.

Drohne

Sicherlich wird das Jahr 2020 als eines der ungewöhnlichsten in die Menschheitsgeschichte eingehen. Denn vieles, was zuvor als Science-Fiction-Szenario abgetan wurde, ist jetzt Realität. Die Hightech-Industrie, die sich traditionell mit Zukunftsthemen und dem scheinbar Undenkbaren auseinandersetzt, hat das ebenfalls zu spüren bekommen. Was noch Jahre zuvor als Zukunftsmusik verspottet wurde, ist 2020 plötzlich als reale Lösung in den Fokus geraten.

Doch auch thematisch haben sich neue Trends entwickelt. Statt des Höher, Schneller, Weiter geht es nun mehr denn je um den praktischen Nutzen von Hightech in unserem Alltagsleben. Wir haben die wichtigsten Trends des Jahres hier für Sie zusammengetragen.

Alles von Zuhause

Eines der ersten Themen, die durch die Pandemie populär wurden, ist die Verlagerung des Arbeits- und Soziallebens nach Hause. Im Homeoffice zeigte sich nun, wer auch privat gut ausgerüstet ist. Plötzlich wurden stabile Internetverbindungen und moderne Heimcomputer essentiell für das ökonomische Überleben vieler Firmen.

2020 hat gezeigt, dass Unternehmen umdenken müssen, um Stabilität auch unter instabilen Umständen zu gewährleisten. Ganz konkret heißt das, dass zum Beispiel Prozesse von verschiedenen Heimcomputern aus dezentral gesteuert werden müssen, die vorher von einem System aus geregelt wurden. Hier kommt zudem die sogenannte Blockchain als ein Buchführungssystem ins Spiel, das mehreren Computern ermöglicht, zeitgleich an einem Prozess zu arbeiten. Das Edge-Computing, das die Verarbeitung von Daten an Ort und Stelle möglich machen kann, erhöht die Effizienz ebenfalls.

Zwei Themen, die in der Hightech-Branche bisher nur von Großunternehmen behandelt wurden, kamen so schlagartig in den Fokus vieler mittelständischer Betriebe. Auf lange Sicht machen es diese Technologien möglich, auch von anderen Orten aus Arbeitsprozesse zu bedienen und abzuschließen. Da die Pandemie so schnell nicht wieder verschwinden wird, werden diese speziellen Hightech-Lösungen auch dringend benötigt und für immer mehr Unternehmen zum täglich Brot.

Der gläserne Konsument

Es ist bereits seit Jahren Thema, doch erst in diesem Jahr wurde auch dem kleinsten Konsumenten klar, wie wichtig Daten geworden sind. Was früher noch als Science Fiction wahrgenommen wurde, ist durch die Pandemie Realität geworden. Unsere Daten werden mittlerweile überall gesammelt und analysiert. Ein Besuch in einem Café beinhaltet die Abgabe von Daten, am Flughafen wird sogar die Körpertemperatur der Passagiere erfasst, viele Menschen haben mittlerweile die Corona-App der deutschen Bundesregierung, die die Daten von Millionen Einwohnern sammelt.

Ziel des Ganzen ist es, die Daten gegen eine Weiterverbreitung des Virus zu nutzen. Doch es gibt Branchen, in denen Anonymität ein wichtiger Aspekt ist, wie zum Beispiel das Glücksspiel. Das Sammeln von Daten ist hier nicht gewünscht. Denn viele Casinogäste möchten lieber anonym bleiben, wenn Sie einen Spielautomaten kostenlos spielen ohne Anmeldung oder ihr Geld für ein Roulettespiel ausgeben wollen. Die Scham, Glücksspiel zu betreiben, ist dabei zu groß. Zusammen mit den strengen Hygieneauflagen sind viele Spieler seit der Pandemie daher ins virtuelle Gambling übergegangen.

Autonome Objekte

Einer der noch nicht ganz alltagstauglichen Hightech-Trends sind autonome Objekte. Während des Lockdowns wurde vielfach der Ruf nach Technologie laut, die ohne Menschen handeln kann, eine Mischung also aus künstlicher Intelligenz und ferngesteuerten Maschinen. Uns bereits bekannt sind dabei Drohnen. Doch die Industrie denkt weiter. So werden über kurz oder lang ferngesteuerte Autos auf den Straßen fahren, vor allem im Bereich der Zulieferer. Auch die Paketzustellung per Drohne ist eine Option, die bereits getestet wird.

Autonome Objekte werden gerade in einer Pandemie gebraucht, in der sich gezeigt hat, wie verletzlich alle auf menschlichen Körpereinsatz beruhenden Dienstleistungen sind – und wie essentiell. Gerade bei den erhöhten Zahlen an Paketzustellungen während des Lockdowns wurde deutlich, dass der Wert der Zulieferer höher sein sollte. International wurden Skandale laut, die die schlechte Bezahlung von Zustellern und deren schlechten Arbeitsschutz offenlegte. Autonome Zulieferung könnte hier Entlastung bringen. Daher geht auch die Forschung zunehmend in diese Richtung.

Und so ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann der erste autonome Bote ihre neuen Schuhe durch das Fenster in ihre Wohnung fliegt.

Das könnte Dir auch gefallen: