Deutsche trotz 37,6% höherer Sparquote als im Vorjahr bei Pro-Kopf-Vermögen international weit abgeschlagen

Die Sparquote der privaten Haushalte in Deutschland kletterte binnen eines Jahres von 10,9 auf 15 Prozent.

Aktien investieren Deutschland

  • Corona-Sondereffekt: Sparquote der Deutschen 37,6 % höher als im Vorjahr
  • 62 % der Deutschen legen regelmäßig Geld zur Seite
  • Anteil der Aktienbesitzer steigt seit Vorjahr um 6 Prozentpunkte
  • 38 % der Wertpapiere in deutschen Depots Anteile ausländischer Unternehmen
  • Franzosen halten hingegen mit einem Anteil von 85 % überwiegend heimische Aktien
  • Pro-Kopf-Vermögen in USA 267 % höher als in Deutschland

Die Sparquote der privaten Haushalte in Deutschland kletterte binnen eines Jahres von 10,9 auf 15 Prozent. Dessen ungeachtet sind die Deutschen verhältnismäßig wenig vermögend, wie bei einem internationalen Vergleich deutlich wird. Dies geht aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervor.

Die Sparquote war zuletzt um die 1990er so hoch wie heute. Die Quote gibt an, welcher Anteil des Gesamteinkommens beiseitegelegt wird. Wie der Infografik zu entnehmen ist, handelt es sich hierbei um einen Corona-Sondereffekt.

62 Prozent der Deutschen legen regelmäßig einen Teil ihres frei verfügbaren Einkommens auf die Seite. Auch bei der Art der Geldanlage zeichnen sich Veränderungen ab. So stieg der Anteil der Aktienbesitzer seit dem vergangenen Jahr um 6 Prozentpunkte.

Zudem setzen die Bundesbürger verstärkt auf börsennotierte Unternehmen, welche ihren Sitz außerhalb Deutschlands haben. Inzwischen handelt es sich bei 38 Prozent der Wertpapiere in deutschen Depots um ausländische Anteile. Im Jahr 2013 waren es lediglich 25 Prozent. Zum Vergleich: In Frankreich halten die Bürger mit einem Anteil von 85 Prozent überwiegend französische Aktien.

Ferner zeigt die Infografik, dass sich das durchschnittliche Pro-Kopf-Vermögen der Deutschen auf 57.079 Euro beläuft. Am höchsten sind die durchschnittlichen Pro-Kopf-Vermögen in der USA und der Schweiz. Dieses schlägt umgerechnet mit 209.524 bzw. 195.388 Euro zu Buche.

“Die Erhebung macht deutlich, dass die Themen Geldanlage und Aktienhandel in Deutschland an Bedeutung gewinnen”, so Block-Builders-Analyst Raphael Lulay. “Noch sind allerdings die US-Amerikaner tonangebend – knapp 44 Prozent aller Finanzanlagen befinden sich in den Händen dieser”.

 

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