Zeit ist Geld – Uhren als Wertanlage

© Charlie J – Flickr.com
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Nicht nur aus optischen Gründen und als Schmuck sind Uhren begehrt, sie eignen sich manchmal sogar als geschickte Wertanlage. Das derzeit beste Beispiel hierfür ist die Rolex Daytona, die im Verlauf der letzten 40 Jahre eine etwa 40-fache Wertsteigerung erlebt hat, was einer jährlichen Rendite von etwa sechs Prozent entspricht. In den 70er Jahren war sie noch für etwa 600 Euro zu haben und heute wechselt sie ihren Besitzer für über 25.000 Euro. Jedoch eignet sich nicht jede Uhr als Wertanlage. Etwa 80 Prozent aller verkäuflichen Uhren sind für diesen Zweck ungeeignet und bei der ernsthaften Anschaffung als Wertanlage müssen einige Punkte beachtet werden. Gerade im Hinblick auf die Eurokrise und die damit einhergehenden historisch niedrigen Zinsen sind alternative Wertanlagen äußerst beliebt. Uhren können hier neben Immobilien, Grundbesitz,  Edelmetallen und Aktien eine durchaus interessante Variante darstellen. Allerdings ist es nicht ganz einfach, eine Uhr mit dem Potential zur Wertanlage zu finden und es muss einiges an Zeit in eine stichhaltige Recherche und Informationsbeschaffung investiert werden. Im Vergleich zu Aktien können Uhren jedoch eine der sichersten Wertanlagen sein und sollten deswegen immer in Betracht gezogen werden.

Welche Uhren sind geeignet?

Generell lässt sich festhalten, dass Uhren vom Hersteller Rolex oder Patek Phillipe in Sachen Sicherheit eine gute Wertanlage sein können. Diese Hersteller sind renommierte und schon lange etablierte Uhrenhersteller und haben in den vergangen Jahren bereits bewiesen, dass ihre Uhren gute Renditen erzielen. Adäquate Sicherheiten als Anlage bieten Uhren immer dann, wenn in ihnen viel Handwerkskunst verarbeitet wurde, die diese besonders und einzigartig macht. Ebenfalls ist  darauf zu achten, ein Echtheits-Zertifikat der Uhr zu besitzen, da mittlerweile sehr viele Fälschungen auf dem Markt sind, die täuschend echt aussehen, aber im Inneren alles andere als eine gute Kapitalanlage sind. Fälscher verbauen teilweise originale Ziffernblätter was dem Laien keine Chance gibt, den Unterschied zwischen Original und Fälschung erkennen zu können. Aus diesem Grund lassen sich Uhren ohne dieses Zertifikat deutlich schwieriger verkaufen und es wird kein sehr guter Verkaufspreis erzielt. Die Echtheit einer Uhr kann mit eben diesem Zertifikat und einer eingravierten Nummer im Inneren der Uhr eindeutig bestimmt werden. Beim Verkauf gilt zu beachten, dass die meisten Händler einen Abschlag von mindestens fünf Prozent verlangen, wenn sie Uhren ankaufen. Das führt auch dazu, dass die Uhr eher als eine langfristige Wertanlage dienen sollte und sich kein nennenswerter, kurzfristiger Profit erzielen lässt. Das Wachstum des Wertes ist also sicher, aber nicht schnell. Bei bestimmten Uhren kann man sich nach etwa 12 Jahren auf eine Wertverdopplung einstellen.

© modahaus – Flickr.com
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Ein weiterer Punkt, der Uhren von Luxusherstellern wie Rolex zu sicheren Geldanlagen macht, ist die Tatsache, dass die Preise jährlich konstant angehoben werden.  Zudem eignen sich limitierte Modelle hervorragend. Auch vergeben die Hersteller nur sehr wenige und ausgewählte Konzessionen, also die Lizenz, die Uhren weiterzuverkaufen, was diese wiederum seltener und knapper werden lässt. Der Markt für Neuware wird somit exklusiv gehalten und die Preise können auch zukünftig als sicher angesehen werden.

Die deutsche Uhrenmanufaktur „Lange und Söhne“ stellt ebenfalls Uhren her, die schnell Werte von über 50.000 Euro erzielen und zudem einen sehr sicheren Werterhalt haben. Sie bieten zum Beispiel mechanische Modelle, die eine automatische Kalender-Anzeige besitzen, die sogar Schaltjahre mit einbezieht, was für eine rein mechanische Uhr eine enorme technische Leistung darstellt. Solche Unikate sind die perfekte Wertanlage, da sie nur in geringen Stückzahlen vorhanden sind, zudem ein hohes Maß an handwerklicher und künstlerischer Arbeit in ihnen steckt und sie technisch herausragend verarbeitet sind. Allgemein sind die Extras wie Mond- oder Jahreskalender gute Zeichen für eine geeignete Uhr, da diese nur in limitierten Stückzahlen gebaut werden und somit bereits eine natürliche Limitierung erzielen.

Kauf und Besitz

Wichtig ist es ebenfalls die Uhren, die als Kapitalanlagen gekauft wurden, in einem Tresor, also gut geschützt, aufzubewahren. Dennoch sollten diese gelegentlich aus ihrem Versteck geholt werden und auf ihre Funktionstüchtigkeit hin getestet werden. Für den alltäglichen Gebrauch sollten diese wertvollen Uhren demnach nicht genutzt werden. Hier eignen sich Uhren im mittleren Preissegment deutlich besser. Bei http://www.otto.de/Damen/Uhren/shop-de_bc_sh1460652/  gibt es eine Auswahl an Neuware, die sich für Einsteiger im Uhrenhandel eignet, die ihre Schätze auch tragen möchten. Sollten trotz sicherer Verwahrung und seltenem Gebrauch Schäden an der Anlage-Uhr entstehen, sollte nur ein Vertragshändler oder der Hersteller selbst für die Reparatur aufgesucht werden.

Allerdings kann man nicht sagen, dass nur Neuware eine gute Anlage verspricht. Es gibt viele gebrauchte Uhren, die durch ihr Alter und die Seltenheit sogar deutlich besser geeignet sind. Gebraucht sollten Uhren jedoch nur gekauft werden, wenn das bereits genannte Echtheits-Zertifikat vorhanden ist. Ohne das Zertifikat steigt die Gefahr, einer Fälschung aufzuliegen, deutlich und es kann ein großer, finanzieller Verlust entstehen. In dieser Kategorie sind auch Käufe von unbekannten Händlern auf Internetportalen nicht zu empfehlen, da diese in der Vergangenheit durch einige unseriöse Praktiken auffällig geworden sind. Wenn man gebraucht kauft, stehen viele andere Online-Börsen, die sich auf Uhren spezialisiert haben, wie Chrono24 zur Verfügung.

Wie dort gut zu sehen ist, gibt es endlos viele Designs, Farben und Formen der Uhren. Ganz wichtig bei einer Wertanlage ist es, ein zeitloses Design zu kaufen. Die aktuell modischen Uhren in grellen Farben und geschwungenen Formen werden in vielen Jahren vermutlich nicht mehr sehr begehrt sein. Hier setzt ein guter Käufer auf Kleinserien die einen klassischen und eben zeitlosen Stil besitzen: Ein aufwendig designtes und eindeutig lesbares Ziffernblatt. Trends und entsprechende Designs vergehen viel schneller als es einem Uhrenbesitzer lieb ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass Funktionen wie Stoppuhr, Datumsanzeige, Mondphase oder Minutenrepetition nicht ausgewählt werden sollten – ganz im Gegenteil, denn diese klassischen und auch eleganten Details zu den kleinen Zeitmessern realisieren meist eine Wertsteigerung und sind dementsprechend sehr gefragt.

Eine gute Auswahl und viel Zeit garantieren bei Uhren den Erfolg und eine äußerst raffinierte Geldanlage. Nach dem Neukauf sinkt der Wert der Uhr häufig zunächst um etwa 30 Prozent und auch danach vergeht oft noch ein Jahrzehnt, bevor die Uhr ihren alten Wert abzüglich der Verkaufsprovision wieder erreicht. Doch ab diesem magischen Zeitpunkt, hat sie ihre Testphase bestanden und wird wohl nie wieder unter ihren Einkaufswert sinken. Mit etwas Glück entwickelt sie sich im Lauf weiterer Jahrzehnte zu einem Sammlerstück und explodiert dadurch förmlich. Doch schon vor dem Besitz einer wertvollen Uhr ist viel Zeit gefragt, denn ein gutes Modell lässt oft lange auf sich warten. Die Sammler geben ihre Schätze nur sehr selten und ungern aus der Hand und die Unternehmen haben oft lange Wartelisten und Produktionszeiten. Auf die Rolex Daytona beispielweise mussten die Käufer damals mehrere Jahre warten, bis das Modell endlich auf den Markt kam.

© Timothy Hirst – Flickr.com
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Die wichtigsten Merkmale auf einen Blick

Uhren eignen sich im Allgemeinen sehr gut als eine sichere Geldanlage und haben in glücklichen Fällen auch eine bessere Rendite als gewöhnliche Wertanlagen. In puncto Sicherheit sind sie wohl fast unschlagbar, dafür aber nicht als kurzfristige Anlagen geeignet und sollten mindestens mit einer Anlagedauer von zehn Jahren oder mehr gekauft werden. Auch international sind Uhren ein starkes Zahlungsmittel, was sie noch attraktiver macht. Allerdings betrifft das nur bestimmte Uhren, die von renommierten Herstellern stammen. Bestenfalls sollten sie streng limitiert oder wenigstens nur in einer geringeren Stückzahl erhältlich sein und möglichst viel handwerkliche Arbeit in sich bergen. Optional verbessern einzigartige Extras wie Mondkalender die Sicherheit der Anlage. Beim Kauf sollte man vor allem auf das Echtheits-Zertifikat achten, gerade wenn gebrauchte Uhren gekauft werden, um sich vor gut gemachten Fälschungen zu schützen. Das Wichtigste ist jedoch, sich sowohl für den Kauf als auch für den eventuellen Verkauf genug Zeit zu nehmen und nichts zu überstürzen.

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