Ein Experte verrät, wie man einen realistischen Preis für seine Firma findet.

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Quelle: ots und www.presseportal.de/nr/172097

Schwarzach (ots) – Wer seine Firma verkaufen will, kommt zwangsläufig zu der Frage, wie man den tatsächlichen Wert seines Unternehmens bestimmen kann, ohne dabei von seinen persönlichen Gefühlen beeinflusst zu werden. Hinzu kommt die Dynamik des Marktes, die es erschwert, einen stabilen und gerechtfertigten Verkaufspreis zu finden.

Bei der Unternehmensbewertung geht es dabei nicht nur um Zahlen, sondern um eine realistische Einschätzung der Marktstellung, des Potenzials und der Risiken. Ein realistischer Verkaufspreis reflektiert nicht nur den finanziellen Wert, sondern berücksichtigt auch die Zukunftsaussichten und die Stärken des Unternehmens. Wie man einen realistischen Preis für seine Firma findet, wird im folgenden Artikel beleuchtet.

Erfolgreicher Unternehmensverkauf erfordert emotionale Distanz

Die Unternehmensbewertung hat einen nachhaltigen Einfluss auf den Erfolg der Bemühungen um einen Käufer und sollte daher nie aus einer sentimentalen Perspektive heraus erfolgen. Setzt der Eigentümer den Verkaufspreis zu hoch an, schreckt er damit potenzielle Käufer ab – diese haben schließlich keine emotionale Bindung zur Firma und damit auch kein Verständnis für ihren ideellen Wert. Sie schätzen den Wert eines Unternehmens daher in der Regel niedriger ein als jemand, der viele Jahre damit verbracht hat, es aufzubauen.

Zunächst gilt es daher, einen objektiven Blickwinkel zu gewinnen, der sich danach richtet, wie das Geschäftsmodell des Unternehmens aufgebaut ist und welche Werte dazugehören. So muss ein Dienstleistungsunternehmen unter Umständen anders bewertet werden als ein Produktions- oder Handelsunternehmen, während auch Betriebsvermögen wie Immobilien und Kapitalanlagen in die Bewertung einfließen muss. Grundsätzlich kommen dafür drei verschiedene Bewertungsverfahren infrage:

1. Substanzwertverfahren

Bei hohem Anlagevermögen bietet sich besonders das sogenannte Substanzwertverfahren als Bewertungsgrundlage an. Besitzt das Unternehmen in großem Maße Immobilien, Grundstücke und Maschinen oder einen großen Fuhrpark, muss der Wert dieser Vermögensgegenstände ermittelt werden.

Dabei reicht es jedoch nicht aus, den Kaufpreis als Berechnungsgrundlage heranzuziehen. Vielmehr muss der aktuelle Wert möglichst genau festgestellt werden. Beispielsweise verlieren Fahrzeuge jährlich mehrere Prozent ihres ursprünglichen Werts, während Immobilien und Grundstücke in der Regel mehr wert sind als zum Zeitpunkt des Kaufs.

2. Kapitalwertorientiertes Verfahren

Gleichzeitig stellt der Unternehmenskauf für den Käufer eine Investition dar – er kauft ein Unternehmen also, um selbst Gewinn damit zu erzielen. Dies ist ihm jedoch nur möglich, wenn das Unternehmen mehr Umsatz generiert, als es finanzielle Mittel verschlingt.

Darstellen lässt sich dies im kapitalwertorientierten Bewertungsverfahren in Form verschiedener Kennzahlen wie der Eigenkapitalrendite. Auf deren Basis kann errechnet werden, welcher Return on Investment potenziell möglich ist, um darauf basierend eine realistische Preisspanne zu finden und gegenüber dem Käufer zu begründen.

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3. Marktwertorientiertes Verfahren

Das bei Weitem häufigste Verfahren zur Wertermittlung besteht darin, den Unternehmenswert im Vergleich mit anderen Unternehmen desselben Markts zu betrachten. Dazu wird ein branchenabhängiger Multiplikator auf eine Gewinnkennzahl des Unternehmens angewandt, um dessen Wert festzustellen. In der Regel wird dabei das EBIT oder EBITDA des Unternehmens als Berechnungsgrundlage verwendet.

So ist beispielsweise im Handwerk aktuell ein Multiplikator von vier bis sechs zur Preisberechnung üblich. Wird dieser auf einen Gewinn von einer Million Euro pro Jahr angewandt, ergibt sich ein Unternehmenswert zwischen vier und sechs Millionen Euro – ein realistischer Preis für den Verkauf würde also in diesen Bereich fallen.

Nur wer genau rechnet, kann gut verhandeln und verkaufen

Je nach Branche und Ausrichtung des Unternehmens bestehen somit verschiedene Möglichkeiten, zu einer möglichst genauen Bewertung zu gelangen. Die konkrete Vorgehensweise ist dabei sowohl davon abhängig, welche Vermögenswerte ein Unternehmen besitzt, als auch vom erzielten Gewinn. Die gängigste und genaueste Variante der Wertermittlung besteht deshalb darin, eine Linearkombination der unterschiedlichen Verfahren anzuwenden. In der Praxis werden daher zum Beispiel auch im marktwertorientierten Verfahren Informationen zum Betriebsvermögen und dem Gewinnpotenzial berücksichtigt, die den effektiven Unternehmenswert beeinflussen.

Zuletzt gelten auch abseits der Preisberechnung mehrere Leitlinien, die es beim Unternehmensverkauf zu beachten gilt. So ist der Wert das Ergebnis einer Berechnung – der Preis hingegen ergibt sich aus der Verhandlung mit dem Käufer. Zwar wird jedes Angebot auch auf Basis des Werts begründet, jedoch müssen unter Umständen zusätzliche Faktoren wie Lage, Wachstumschancen und Risiken in Betracht gezogen werden, um zielführend zu verhandeln.

Über Fabian Zamzau und Michael Polit:

Zahlreiche Menschen haben sich über Jahre und Jahrzehnte um den Aufbau ihres eigenen Unternehmens gekümmert. Viele Stunden Arbeit, Fleiß, Leidenschaft und Herzblut haben sie dabei in ihr Lebenswerk gesteckt und nichts dem Zufall überlassen. Dennoch gelangen viele Unternehmer an den Punkt, an dem sie sich nach einer grundlegenden Veränderung sehnen – und deshalb ihr Unternehmen verkaufen möchten. Ganz so leicht ist dieser Schritt allerdings nicht. Denn wer sein eigenes Lebenswerk in andere Hände gibt, merkt schnell, wie herausfordernd dies ist – sowohl fachlich, als auch persönlich und emotional. Damit der Prozess reibungslos abläuft und auch das eigene Gewissen am Ende beruhigt ist, unterstützen Fabian Zamzau und Michael Polit ihre Kunden bei allen wichtigen Schritten. Als Geschäftsführer der Otter Consult GmbH haben sie bereits zahlreiche Unternehmer bei einer gewinnbringenden Umsetzung begleitet. Dabei agiert das Team wie die Brücke zwischen Unternehmer und bürokratischen Angelegenheiten. Weitere Informationen unter: https://otterconsult.de/

 

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