Während sowohl Firmeninsolvenzen als auch Stellenabbau voranschreiten, sehen Experten Digitalisierung als einen der Hebel, um die Trendwende einzuleiten.
Deutschlands Wirtschaft steckt seit mehreren Jahren in der Krise. Für 2025 lassen die Prognosen höchstens auf marginales Wachstum hoffen. Während sowohl Firmeninsolvenzen als auch Stellenabbau voranschreiten, sehen Experten Digitalisierung als einen der Hebel, um die Trendwende einzuleiten. Um mit den Möglichkeiten der KI mehr Effizienz zu erreichen, braucht es eine digitale Grundlage, die es in vielen Betrieben noch zu schaffen gilt. Darauf macht das Beratungsunternehmen CNT Management Consulting aufmerksam und betont, dass derartige Projekte bei schwacher Konjunktur sogar schneller und besser umsetzbar sind.
Nachdem die deutsche Wirtschaft zuletzt zwei Jahre hintereinander geschrumpft ist, versprechen die Prognosen für 2025 zumindest leichtes Wachstum. Doch echte konjunkturelle Erholung scheint sich frühestens nächstes Jahr abzuzeichnen. Sämtliche Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Zahl der Firmeninsolvenzen ist 2024 im Vergleich zum Jahr davor um 16,8 Prozent angestiegen, und alleine die Industrie hat in der Bundesrepublik im Vorjahr laut EY 70.000 Arbeitsplätze gestrichen. Neben externen Faktoren wie der Corona-Pandemie und der Energiekrise, sehen Fachleute sehr wohl auch interne Schrauben, an denen auf dem Weg aus der schon mehrere Jahre andauernden Krise zu drehen wäre: etwa bei den Themen Bildung und Innovation und auch mit einer Digitalisierungs-Offensive. Doch trübe konjunkturelle Aussichten und womöglich auch Umsatzrückgänge und Auslastungsprobleme laden Unternehmen nicht gerade zum Investieren ein. Dass antizyklische Maßnahmen allerdings großes Potenzial haben und Entscheider hier Mut beweisen sollten, erläutert Reinhard Hafner, Sales Director Deutschland bei CNT Management Consulting: „Durch Effizienzsteigerung wettbewerbsfähig zu bleiben, ist für Betriebe eine generelle Notwendigkeit. In Zeiten schwacher Konjunktur sollten Firmen ihre Ressourcen sinnvoll nutzen, um sich auf die nächste Hochkonjunkturphase vorzubereiten. Effizienzprojekte sind während einer schlechten Wirtschaftsphase schneller und besser umsetzbar, nicht zuletzt deshalb, weil viele kluge Köpfe aus dem eigenen Unternehmen verfügbar sind.“
Fertigung braucht Digitalisierungsschub
Gibt das Management einer Firma die Devise aus, dass die Produktion gesteigert werden soll, und ist gleichzeitig kein Spielraum für neue Mitarbeiter vorhanden, lässt sich das nur mittels Automatisierung, die mit Digitalisierung Hand in Hand geht, bewerkstelligen. Hafner ortet sowohl im meist konservativen Anlagenbau, als auch im diskreten Fertigungsbereich – wobei er Autozulieferer hier ausnimmt – noch großes Potenzial sowie die Notwendigkeit für mehr Digitalisierung. „Durch die Möglichkeiten der KI hofft man berechtigterweise auf einen großen Effizienzschub. Um diese Möglichkeiten nutzen zu können, braucht es jedoch gewisse Vorarbeiten, um die technologische Basis dafür zu schaffen. Diese Schritte sollten besser gestern als morgen passieren“, macht Hafner deutlich. Doch auch wenn die Zeit eindeutig drängt, sollten Unternehmen nicht planlos agieren, sondern zunächst definieren, wo im Betrieb Schritte gesetzt werden können und welche Ziele damit erreicht werden sollen. „Es gibt KI-Funktionalitäten, die nur auf einen bestimmten Bereich fokussieren. Nehmen wir als Beispiel Hands-free Production. Durch KI-Unterstützung können Mitarbeiter in der Produktion über Sprache Fertigungsaufträge rückmelden oder Nacharbeitsaufträge eröffnen. Oder Augmented Reality im Lager, wo dem Lageristen optisch eingeblendet wird, wo er Produkte im Lager finden kann. Und dann gibt es auch Anwendungsbereiche, die über eine einzelne Abteilung hinausgehen. Etwa dann, wenn der SAP eigene Agent Joule die Geschäftsleitung bei komplexen, werksübergreifenden Analysen unterstützt“, erläutert der CNT-Experte. Joule erklärt, sucht und analysiert in Sekunden, wofür meist viele Stunden benötigt wurden.
KI und Cloud: Treiber gegen den Wirtschaftstrend
Obwohl es in einigen Betrieben noch Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung und Automatisierung gibt, nimmt Hafner hohes Interesse an diesen Themen in deutschen Fertigungsbetrieben war. „Die KI ist ein starker Treiber für die Digitalisierung, auch wenn der generelle Wirtschaftstrend nach wie vor verhalten ist. Wer sich nicht rechtzeitig vorbereitet, gerät unternehmerisch ins Hintertreffen“, meint Hafner. Um die Herausforderungen mit einem klaren Plan in Angriff zu nehmen, sei ein professioneller Partner, der sowohl über End-to-End Prozesskenntnis, als auch über Cloud- und KI-Kompetenz verfügt, ratsam. „Entlang dieses Portfolios alles aus einer Hand anbieten zu können, ist unsere Stärke“, sieht Hafner CNT Management Consulting für künftige Projekte gut aufgestellt.
Über CNT Management Consulting GmbH
Die CNT Management Consulting AG ist eine international tätige Unternehmensberatung mit mehr als 500 Prozess- und SAP-Consultants an 14 Standorten weltweit. Seit 26 Jahren steht CNT für Innovation und Exzellenz in der digitalen Transformation. Mit einem Umsatz von 135 Mio. EUR im Jahr 2024 betreut das Unternehmen über 350 Kunden auf sechs Kontinenten. CNT zählt zu den führenden Experten für SAP S/4HANA, mit mehr als 100 produktiven Installationen in über 40 Ländern sowie über 200 erfolgreich realisierten Projekten mit SAP Cloud Software.
1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/01/PD25_010_52411.html
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