Wird von einem staatlichen Glücksspielmonopol gesprochen, dann gibt der Staat den Spielern praktisch vor, was sie spielen dürfen und was nicht.

Spielfiguren

In der europäischen digitalen Glücksspielbranche sind viele Anbieter aktiv. Jeder einzelne bietet den Spielern einen legalen Weg, um die Chance zu haben, echte Gewinne zu kassieren, und das bei einem seriösen Anbieter. Das Problem ist, dass die iGaming-Branche nahezu explodiert. Daher sind ein fairer Markt und eine zeitgemäße Regulierung zum Schutz der Spieler notwendig. Daher ist nicht nur die EU-Kommission zum Handeln aufgefordert, sondern auch die Länder mit konservativer Rechtsauslegung wie auch Deutschland.

Das Glücksspielmonopol in Deutschland

 

Wird von einem staatlichen Glücksspielmonopol gesprochen, dann gibt der Staat den Spielern praktisch vor, was sie spielen dürfen und was nicht. Damit verfügt der Staat über eine sogenannte Verfügungsgewalt. Um es auf den Punkt zu bringen: Nur der Staat darf Wetten, Sportwetten, Lotterien und das Spiel in Spielbanken anbieten bzw. durchführen. Somit sind private Anbieter ausgeschlossen, bei denen die Spieler interessante und lukrative Angebote wie Freespins ohne Einzahlung erhalten.

Immer wieder wird die Spielsuchtprävention als Grund für das Monopol angeführt. Das heißt, dass der Staat seine Bürgerinnen und Bürger durch das staatliche Monopol vor der Spielsucht schützen will.

Besteht ein staatliches Glücksspielmonopol, dann ist das auf zwei Arten problematisch. Zum einen verdient der Staat aufgrund seiner Monopolstellung ordentlich mit. Ein Beispiel aus Deutschland: Die jährlichen staatlichen Einnahmen aus dem Glücksspiel belaufen sich auf über fünf Milliarden Euro (Stand Februar 2020). So stammen bis zu 18% der Steuereinnahmen der einzelnen Länder aus dem Glücksspiel, und da stellt sich die Frage, ob es tatsächlich die Spielsuchtprävention ist, die im Fokus des Glücksspielmonopols steht.

Sichtbar wird zum anderen ein weiteres Problem. Die Beschneidung der Berufsfreiheit der privaten Unternehmen sowie der Wettbewerbsfreiheit in der Wirtschaft.

Ein weiteres Beispiel rund um das Glücksspielmonopol: Monaco

Viele Menschen sind der festen Ansicht, dass es sich um bei der Spielbank Monte-Carlo um ein von staatlicher Hand geführtes Angebot handelt. Aber weit gefehlt, denn die Spielbank Monte-Carlo gehört zu einer Hotel- und Restaurantgesellschaft. Keines der Monaco Casinos wird unter staatlicher Hand oder Beteiligung geführt. Jedoch gilt auch hier für die Betreiber: Sie müssen entsprechende Lizenzen beantragen und diese werden ausschließlich vom Fürstentum ausgegeben.

Da Monaco ein sehr kleiner Staat ist, steht lediglich eine begrenzte Anzahl an Konzessionen zur Verfügung. Natürlich gibt es auch hier gewisse Auflagen, um eine Lizenz zu erhalten. Auch wenn Monaco nicht an den Spielbanken und Casinos beteiligt ist, so werden die Betreiber immens zur Kasse gebeten. Allein die Spielbank Monte-Carlo führt jährlich 20% seiner Einnahmen an den Staat ab. Die meisten der Casinos haben aufgrund der hohen Steuerlast mit Verlusten zu kämpfen, obwohl das Fürstentum stets gut von Touristen besucht wird.

Das Glücksspielrecht in Österreich

Das Glücksspiel ist auch im Alpenland illegal. Dabei geht es dem österreichischen Bundesfinanzministerium hauptsächlich darum, das Monopol der Austria Casinos zu schützen. Ein weiterer Faktor ist der Schutz vor einer möglichen Spielsucht. Allerdings haben die Österreicher ebenfalls keinerlei Möglichkeit, gegen die Online Angebote vorzugehen. Damit ergeht es ihnen ebenso wie den Deutschen bis zum 15.10.2020.

In Österreich hat das Geldspielgesetz zwei Seiten. Auf der einen Seite ist es möglich, das Glücksspiel bei Unternehmen, die als unseriös eingestuft werden, zu verhindern. Auf der anderen Seite ist es möglich, die entsprechenden Netzsperren zu unterdrücken. Doch in Zukunft soll es auch in Österreich weitere Nachbesserungen des Glücksspielgesetzes geben. Damit soll erreicht werden, dass das illegale Glücksspiel in Österreich eingedämmt wird.

Siehe auch  Norges Bank: Omikron und hohe Strompreise stehen einer Zinserhöhung nicht im Weg

Lotto, Toto, Video-Lotterien, die Klassenlotterie und das Online Glücksspiel unterliegen dem Glücksspielmonopol des Staates. Ausschließlich das Bundesministerium der Finanzen vergibt die notwendigen Lizenzen. Wer in Österreich online sein Glück versuchen will, der darf ausschließlich in den virtuellen Spielhallen spielen, die über eine entsprechende Lizenz verfügen. Verboten sind jegliche Glücksspiele, die in einem nicht regulierten Casino, einem privaten Club oder einer Bar stattfinden.

Die USA und das Glücksspiel

Der Sprung über den „großen Teich“ erlaubt einen Blick in die Glücksspiel-Regelung der USA. Das Land „der unbegrenzten Möglichkeiten“ lockt viele Europäer an und noch heute träumen viele Auswanderer davon, einmal vom Tellerwäscher zum Millionär aufzusteigen.

Doch es sind nicht die Goldfunde und die Träume, von denen die Glückssuchenden angezogen werden, sondern von den Casinos. Viele zieht es in die Spieler-Paradiese, wo sie auf die Chance hoffen, einen Megagewinn zu erzielen oder den Jackpot zu knacken. Touristen, die in die USA fliegen, planen zumeist einen Abstecher in den Osten oder Westen.

Doch was viele nicht wissen, ist, dass das Glücksspiel in den USA verboten ist. Nur einige Arten des Spielens wurden mit der großen Depression legalisiert, womit neue Einnahmequellen geschaffen wurden. 1931 kam es zur Aufhebung des Verbotes und Nevada und Las Vegas entwickelten sich zu Zentren des Glücksspiels. Im Übrigen profitiert der Staat durch die Lizenzen und Steuereinnahmen, die von den Casinobetreibern abgeführt werden müssen.

Ein weiterer Staat, in dem das Glücksspiel erlaubt ist, ist Louisiana. Zudem sind in Mississippi und New Jersey legale Glücksspiele auf einige Regionen beschränkt wie Tunica oder Atlantic City.

Norwegen und das Glücksspielmonopol

An dem staatlichen Glücksspielmonopol nimmt die Kritik hier immer weiter zu. Eine Studie, die von der Universität Bergen vorgenommen wurde, ist der Auslöser dafür. Darin heißt es, dass die Spielsucht massiv zugenommen habe. Die Kritiker bringen ein wichtiges Argument vor, denn mit der Zunahme der Spielsucht entfalle eines der wichtigsten Argumente für das bestehende Monopol.

In Auftrag gegeben wurde die Studie von der norwegischen Glücksspielkommission. Die Forscher untersuchten dafür das Spielverhalten von 9.000 ausgewählten Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren. Das Hauptergebnis der Studie brachte hervor, dass es in Norwegen rund 55.000 Spielsüchtige gibt und weitere 122.000 Personen einem erhöhten Spielsuchtrisiko unterliegen.

Die Norsk Tipping AS besitzt in Norwegen das Monopol zur Durchführung von Glücksspielen. Das Unternehmen untersteht dem Kulturministerium. Zudem unterliegen dem Anbieter die Pferdewetten, die von Norsk Rikstoto angeboten werden, dem einzigen Anbieter von Rubbellosen, Lotterien und anderen Glücksspielen – online wie offline.

Fazit: Die Zukunft der Glücksspielregulierung

Es ist unvermeidlich, dass das Online Glücksspiel immer weiter wächst. Daher ist es wichtig, dass sich die Gesetze ebenfalls weiterentwickeln, damit sie den sich ständig verändernden Bedingungen gerecht werden. Von Seiten der meisten Experten heißt es, dass die Länder, die bis dato noch unreguliert sind, die Vorschriften ändern müssen, damit das Online Spiel sicherer und fairer gestaltet werden kann. Zudem könne nur so der Spieler- und Jugendschutz den Standards angepasst werden.

Einige Nationen beginnen gerade erst damit, bestimmte Glücksspiele zu regulieren, wobei jedoch oft vergessen wird, welche Faktoren die Spieler weiterhin auf die attraktiveren Portale der internationalen Anbieter bringen.

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