Schmerzensgeld an der Börse

“Börsengewinne sind Schmerzensgeld. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld.”

Aktien

Itzehoe (ots) – “Börsengewinne sind Schmerzensgeld. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld.” Die Weisheit von Börsenaltmeister André Kostolany wird immer wieder bestätigt – auch aktuell, sagt Jörg Wiechmann, Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs (IAC).

Zunächst ein Blick zurück: Vor zehn Jahren habe sich Anlegern beim Blick auf ihr Depot ein Bild des Grauens gezeigt. Die Investmentbank Lehman Brothers pleite, die Finanzkrise kurz vor dem Höhepunkt, der Dow Jones Index mehr als halbiert – “purer Schmerz”, sagt Wiechmann.

Doch es folgte eine Erholungsrallye, bis heute habe sich die US-Börse vervierfacht. Nicht anders lief es in der Euro-Schuldenkrise 2011: Der Deutsche Aktien-Index DAX verlor binnen zwei Monaten ein Drittel seines Wertes, heute lägen die Kurse mehr als doppelt so hoch. “Erst die Schmerzen, dann das Geld”, sagt Wiechmann.

Das jüngste Beispiel sei der Kurseinbruch Ende des vergangenen Jahres. Nicht so schmerzhaft wie bei den anderen beiden Krisen, doch auch Kurseinbrüche um 20 Prozent bei Dow Jones und DAX taten den Anlegern weh. Doch auf den schlechtesten Dezember seit 1931 folgte der beste Januar seit mehr als 30 Jahren. Im noch jungen Jahr 2019 liege der DAX fast zehn Prozent im Plus, sagt Wiechmann. Sein Fazit: “Wer an der Börse erfolgreich sein will, muss zuerst einmal verstehen, dass man als Anleger Börsencrashs und die damit verbundenen Schmerzen aushalten muss, um in den Genuss der langfristig attraktiven Rendite zu kommen.” Trotz aller Krisen habe es die Börse in den vergangenen Jahrzehnten im Durchschnitt auf ein Plus von neun Prozent gebracht. Wer das verinnerlicht habe, könne Kurseinbrüche deutlich gelassener hinnehmen, sagt Wiechmann. “Und er erkennt sie als das, was sie sind: eine willkommene Chance zum günstigen Einstieg!”

Original-Content von: Itzehoer Aktien Club GbR, übermittelt durch news aktuell

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