Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, Ressourcen zu schonen und wertvolle Stoffe zu recyclen. Dazu gehört auch das Zahngold.

Fast jeder kennt diese Situation: Beim Aufräumen stolpert man über Dinge, die man nicht mehr braucht, die aber dennoch zum Wegwerfen viel zu schade sind. Vielleicht handelt es sich dabei um eine Antiquität, beispielsweise um eine alte Kommode, die nicht mehr ins moderne Ambiente passt, den Pelzmantel der Großmutter oder alten Schmuck. Es ist sehr wichtig, auf alle Gegenstände ein kritisches Auge zu werfen und wirklich nur Wertloses in den Müll zu werfen. Manchmal fällt das schwer, denn einige Dinge sind auch ein bisschen eklig und dennoch viel wert.
Wohin mit altem Zahngold?
Es gibt Menschen, die wissen, wie man mit cleverem Sparen von Anfang an Geld anhäuft. Und es gibt solche, die aus Zufall auf einen kleinen Schatz stoßen. So mancher Nachlass birgt die eine oder andere Überraschung. Zugegeben, es kostet hin und wieder etwas Überwindung, einige Dinge näher zu begutachten. Manchmal findet man im Nachlass kleine Tüten mit weniger schönem Inhalt. Im Glücksfall befindet sich darin Zahngold, das sich schnell zu Geld machen lässt. Die Menschen der älteren Generation wussten und wissen diese Kostbarkeit zu schätzen und heben sie sorgsam auf. Deshalb kommt es gar nicht so selten vor, beim Entrümpeln Zahngold zu finden. Was viele Menschen abschreckt, ist die Tatsache, dass an dem Gold oft noch Teile des Zahns haften. Dennoch ist es möglich, das Gold samt Zahn zur Scheideanstalt zu bringen. Die fachkundigen Mitarbeiter wissen ganz genau, wie sie das kostbare Edelmetall säubern und von unliebsamen Anhängseln befreien. Auf den Verkäufer wartet eine schöne Überraschung, denn sehr oft liegt der Preis für einen Goldzahn im dreistelligen Bereich. Zugleich tut man mit der Wiederverwertung etwas Gutes.
Was passiert mit altem Zahngold?
Zahngold ist ein sehr beständiges Material. Dennoch verändert sich das Gebiss mit der Zeit und der Zahnarzt muss immer wieder Anpassungen vornehmen. Dabei fällt oft Zahngold an, das die betreffenden Personen fein säuberlich zu Hause aufbewahren. Aber auch im Todesfall bleibt Zahngold übrig, beispielsweise nach der Einäscherung. Dieses erhalten in der Regel die Hinterbliebenen. Es ist wichtig, diesen wertvollen Rohstoff weiterzuverwenden, denn die Ressourcen sind weltweit begrenzt und die Nachfrage nach Gold ist sehr hoch. Etwa ein Drittel des verwendeten Golds stammt aus dem Edelmetallrecycling. Es war also vorher schon einmal in Gebrauch. Das Recycling von Zahngold ist aus ökologischen Gründen sehr sinnvoll, denn der energieaufwändige Abbau des Edelmetalls belastet die Umwelt. Die Scheideanstalten schmelzen das Zahngold ein und geben es zur Weiterverarbeitung ab.
Was ist drin im Zahngold?
Zahngold besteht nicht nur aus reinem Gold, denn das Edelmetall ist sehr weich und deshalb für eine Zahnfüllung eher ungeeignet. Verbreitet sind beispielsweise Legierungen aus Gold und maximal 30 Prozent Silber oder aus Gold und Platin oder aus Gold, Palladium und Silber. Dadurch wird das Material härter. Zahngold besitzt etwa 14 Karat. Der Goldanteil liegt bei etwa 58,5 Prozent. Da die Preise für Gold sehr hoch sind, besitzt die edle Zahnfüllung dennoch einen hohen Wert, zumal auch die anderen im Produkt verarbeiteten Edelmetalle einer weiteren Verwendung zugeführt werden.
Fazit: Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, Ressourcen zu schonen und wertvolle Stoffe zu recyclen. Dazu gehört auch das Zahngold, das dem Verkäufer bares Geld bringt.
