Wie schützen sich Hauseigentümer wirksam vor steigenden Heizkosten?

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akz-o Die Energiekosten steigen und eine Umkehrung des Trends ist nicht in Sicht. Das wirkt sich auch auf die Heizkostenabrechnung aus. Laut einer Statistik des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gaben deutsche Haushalte im Jahr 2012 fast 50 Prozent mehr Geld für Heizung und Warmwassererzeugung aus als noch im Jahr 2000. Doch wie können Eigenheimbesitzer dieser Kostenfalle entkommen? Wer sich kosteneffizient gegen steigende Heizkosten schützen möchte, investiert am besten in eine moderne Heizungsanlage. So können die Bewohner eines typischen freistehenden Einfamilienhauses aus dem Jahr 1970 bis zu 30 Prozent Energie einsparen, wenn der alte Standardheizkessel durch einen modernen Öl- oder Gasbrennwertkessel ersetzt wird. Je nach Energiepreisen macht sich diese Investition bereits nach fünf bis sieben Jahren bezahlt. Noch mehr Energie lässt sich einsparen, wenn der neue Heizkessel mit einer Solarwärmeanlage kombiniert wird. Neben Gas- und Ölbrennwertgeräten stehen Wärmepumpen, Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) oder Holzzentralheizungen, betrieben mit Pellets, Scheitholz oder Hackschnitzeln zur Verfügung. Welche Schritte bei der Heizungsmodernisierung, empfehlenswert sind, bespricht man am besten mit einem Energieberater oder einem Heizungsinstallateur. Idealerweise sollte aber immer das gesamte Heizungssystem in die Überlegungen einfließen, denn moderne Wärmeerzeuger spielen ihre Stärken besonders dann aus, wenn alle Komponenten der Heizung aufeinander abgestimmt sind. Beispielsweise arbeiten gerade Heizungen mit erneuerbaren Energien dann optimal, wenn die Temperatur im Heizungssystem niedrig gehalten wird. Dafür müssen aber auch geeignete und richtig geplante Heizkörper und Thermostatventile angeschlossen werden oder eine Flächenheizung wie zum Beispiel eine Fußbodenheizung. Weitere Einsparmöglichkeiten bietet die Wärmeverteilung. Sie umfasst zum Beispiel hocheffiziente Heizungspumpen und den hydraulischen Abgleich. Hinter diesem Begriff verbirgt sich die richtige Einstellung der Heizungsanlage, damit in jedem Raum die optimale Temperatur eingestellt werden kann und ein Höchstmaß an Komfort gewährleistet ist. Informationen zu modernen Heizsystemen hat der Bundesverband der Heizungsindustrie BDH e.V. zusammengestellt: http://www.bdh-koeln.de/produktesysteme.html. Welche Entscheidung man auch trifft: Für eine moderne und energiesparende Heizung gibt es Zuschüsse vom Staat. Aktuelle Informationen zu Fördermitteln bietet zum Beispiel das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle im Rahmen des Programms „Heizen mit Erneuerbaren Energien“. BU: Installateur bei der Einstellung einer modernen Heizung. Foto: BDH e.V./akz-o
AkZ: Kapital & Finanzen

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