Sozialer Auslandseinsatz: Für sechs Monate in Ghana

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akz-o Es ist ein Auslandseinsatz für einen guten Zweck: Drei bis sechs Monate lang stellen Mitarbeiter des Pharma-Unternehmens GlaxoSmithKline (GSK) ihre Expertise und ihr berufliches Wissen einer gemeinnützigen oder Nichtregierungsorganisation zur Verfügung. Seit dem Start im Jahr 2009 haben schon fast 300 Mitarbeiter bei diesem Sozial-Programm, dem so genannten „Pulse“-Programm als Freiwillige mitgemacht. Die Bandbreite der Einsätze ist enorm – vom medizinischen Einsatz in Afrika bis hin zum Aufbau eines Sterbehospizes in Rumänien. Der Unternehmens-Chef Sir Andrew Witty will mit dem Programm nicht nur gemeinnützige Organisationen wie „Amref – better Health for Africa“ mit dem Know-how der Mitarbeiter unterstützen, sondern er sieht auch Vorteile für Pharma-Unternehmen selbst. Denn die Pulse-Volunteers sammeln bei ihren Einsätzen Erfahrungen, die sie auch nach ihrer Rückkehr in ihren Alltag einbringen sollen. „Das Programm ist eine große Chance für unser Unternehmen und den einzelnen Mitarbeiter, einen enormen Wert zu schaffen, den es anders niemals geben würde“, so Andrew Witty. „Es ist eine echte Gelegenheit für alle, die der Gesellschaft etwas zurückgeben wollen.“ GSK zahlt während des Volunteerings das volle Gehalt und übernimmt die Kosten für Reise, Aufenthalt und Organisation. Zu den bisherigen Volunteers zählte auch Stephanie Gantner aus München. Ihre Aufgabe: Sie schulte in 14 Krankenhäusern in Ghana die Krankenschwestern darin, möglichst immer die richtige Menge an Spritzen, Nadeln, Infusionsbesteck, Handschuhen und Verbänden verfügbar zu haben. „Man muss viel mehr improvisieren als in Deutschland“, erzählt die Mitarbeiterin, „denn natürlich ist alles viel chaotischer. Die meisten Patienten werden in den Krankenhäusern ambulant behandelt. Es gibt nur wenige Betten und die bestehen oft nur aus einer Matratze, die auf dem Boden liegt.“ Zwischendurch half Stephanie Gantner als „Impfschwester“ bei einer landesweiten Masernimpfung mit. Nach sechs Monaten Volunteering zog sie das Fazit: „Was mir an Ghana wirklich imponiert hat, war die Fröhlichkeit der Menschen, ihre Offenheit, ihr Vertrauen. Die Menschen dort planen nicht, sondern sie leben im Hier und Jetzt. Wenn ich heute wieder zwischendurch in Stress gerate, dann denke ich einfach an die Menschen in Ghana und rufe mir wieder mein dortiges Lebensmotto in den Sinn: Don`t worry, be happy.“ BU: Stephanie Gantner nutzte ein Volunteering-Programm ihres Arbeitgebers. Foto: Privat/akz-o
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