Rezession in London – Aus Büroflächen werden Wohnungen

Goldbericht-Edelmetall-und-FinanzmagazinLeerstehende Büroflächen in der City Londons wie Holburn, dem früheren Fleet Street Stadtteil der Presse, Die Gebiete um Victoria, Vauxhall, Euston, Whitechapel, Waterloo and Hammersmith haben eines gemeinsam: Einer grossen Nachfrage nach Wohnraum stehen unzählige unbenützte Büroliegenschaften gegenüber. Der Trend zur Umwandlung in Wohnraum begann vor rund 10 Jahren und beschleunigte sich seit der Finanz- und Börsenkrise in 2008.

Nutzungsänderungen bringen 55 Prozent höhere Renditen

Nicht nur die grosse Nachfrage nach Wohnraum und die hohen Leerstandsraten nach Gewerberäumen animiert die Besitzer zur Nutzungsänderung. Auch die wesentlich höhere Rendite für Wohnraum und die potentielle hohe Auslastung bei Wohnungen ist für Investoren – speziell in erstklassigen Lagen – eine klare Sache. Ein Beispiel: Bevorzugte Wohngebiete in der City kosten bis 3.250 GBP (3.850 EUR) pro Quadratfuss (0,03 m2), verglichen mit Preisen der gleichen Bürofläche von 2.100 GBP (2.489 EUR); eine um 55 Prozent höhere Rendite.


Umnutzung von Büroraum in Wohnraum, das „Big Business“

Seit 2001 sind im Zentrum von London mehr als 3 Millionen Quadratfuss (sq ft) in Wohnraum umgenutzt worden. Weitere 1,8 Millionen sq ft warten auf ihre Umnutzung, denn rund 20 Prozent aller Büroflächen im Zentrum des Stadtteils „South East“ stehen leer und bringen den Besitzer statt Renditen nur Leerstandkosten. Londons Stadtväter gehen davon aus, dass die Investoren rund 40.000 neue Wohnungen auf den Markt bringen werden.
Londons Bürgermeister Boris Johnson warnt vor mangelnden Büroflächen im Bankenzentrum

Er befürchtet, dass der Abbau von Bürofläche aus Renditegründen die wirtschaftlichen Aussichten der City von London schmälern werden. Und dass die Umnutzung rund 340.000 Jobs kosten könnte, bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen der City-Londoner von rund 42.000 EUR.

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