In die richtigen ETFs investieren

Zum Jahresbeginn stellen sich besonders viele Investoren die Frage, ob sie ihre Kapitalanlagen beibehalten oder Positionen verändern sollen. Ob Anleihen, Aktien oder Indexfonds, stets schwingt bei Betrachtung der Assets die bange Frage mit, wie sie sich wohl in 2018 entwickeln werden. Auch wenn es kein Garant für die zukünftige Performance ist, lohnt doch ein Blick auf die Entwicklung im vergangenen Jahr, um die Chancen für die kommenden 12 Monate abzuschätzen. In letzter Zeit erfreuen sich insbesondere börsengehandelte Indexfonds großer Popularität bei Anlegern. Kein Wunder, warten sie doch mit vergleichsweise günstigen Konditionen auf, verfügen durch den Index über eine gewisse Risikostreuung und lassen sich gut handeln. Investoren sollten dabei jedoch stets bedenken, dass die ETF trotzdem mit höchst unterschiedlichem Erfolg performen.

So haben Anleger, die sich am nationalen DAX orientierten zwar mit etwa 15 Prozent eine sehr gute Rendite erwirtschaftet. Nach einer Studie des Finanzdienstes Bloomberg jedoch, welche die Kursentwicklung von weltweit 96 Aktienindizes untersuchte, brachten diese im Schnitt im Jahr 2017 einen Ertrag von fantastischen 41 Prozent.

Insgesamt 5394 unterschiedliche ETFs wurden von Bloomberg begutachtet. Allerdings kann ein Großteil von ihnen nicht von deutschen Privatanlegern gekauft werden – so auch mit dem Direxion Daily Homebuilders & Supplies Bull 3X Shares der erfolgreichste Fonds, der 2017 sagenhafte 200 Prozent Wertzuwachs erwirtschaftete. Leider ist dieser Indexfonds nur in den USA für professionelle Investoren handelbar. Die für deutsche Investoren zugänglichen Fonds erbringen nicht so viel Rendite, allerdings hat der Sieger in diesem Ranking mit 44 Prozent ein auch schon beachtliches Resultat abgeliefert.

Trotz der Beschränkungen erscheint für Anleger auch hierzulande die Auswahl an ETF grenzenlos, denn allein über den Xetra-Handel der deutschen Börse kann auf rund 160 ETF zugegriffen werden. Der US-Finanzunternehmen Blackrock ist mit seiner ETF-Marke iShares mit großem Abstand Marktführer: Etwa 48 Prozent aller Gelder, die von europäischen Anlegern in ETF flossen, werden von den Finanzdienstleister verwaltet. Unabhängig von dem Anbieter, bei der Betrachtung des letzten Jahres wird der Trend deutlich, dass die größten Zuwächse bei Fonds erzielt wurden, die sich auf Schwellenländern konzentrierten. Hier gilt insbesondere Asien als der Wachstums- und Renditentreiber, denn vier der fünf besten Fonds stammen aus dem Bereich und erzielten allesamt Zuwächse im 40 prozentigen Bereich.

Beim Management der Fondsanlagen helfen Onlineplattformen wie Weiss Finance, bei denen Kunden in Echtzeit handeln können. Das hat den Vorteil, dass Positionen jederzeit und an jedem Ort einfach und per Klick abgestoßen oder gekauft werden können. Der unmittelbare Zugriffe auf die Orders lohnt sich besonders, wenn zeitkritische Investitionen getätigt werden sollen. Dazu gehört beispielsweise der Handel mit einzelnen Aktien, Rohstoffen oder Währungen, die bei dem Onlinebroker ebenfalls verfügbar sind. Die direkte Einflussmöglichkeit unter Umgehung zeitraubender Bankbesuche macht den besonderen Reiz derartiger Anbieter aus.

Wie aber findet man den richtigen ETF? Profis setzen bei der Wahl des passenden Fonds auf vier Faktoren. Zuerst einmal wird die Performance im Vergleich zum Markt und anderen Fonds begutachtet. Dann wird geprüft, ob es sich um einen ausschüttenden oder thesaurierenden Fonds handelt. Letzterer reinvestiert die gezahlten Dividenden, während die andere Version diese ausschüttet. Die gesamte Rendite ist bei der thesaurierenden Variante dementsprechend höher, während bei dem ausschüttenden Fonds regelmäßige Zahlungen so gut wie garantiert sind.

Auch die Gebühren werden eingehend beleuchtet, da hier allgemein große Unterschiede auftreten können. Diese sind bei den klar definierten ETF zwar kleiner, sollten aber 0,5 bis 0,9 Prozent nicht übersteigen. Schließlich kommt es auf die Exaktheit der Übernahme von Aktien des Index an, den der untersuchte Fonds nachbildet. Eine hundertprozentige Übernahme ist am transparentesten und hat im allgemeinen die niedrigsten Gebühren. Die Renditen – und das Risiko – steigen jedoch, je stärker der Fonds gezielt auf bestimmte Bereiche des jeweiligen Index abzielt. Hier liegt es ganz im Ermessen des Anlegers, welche Renditeerwartungen er mit welcher Risikobereitschaft verknüpft.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: