Gut spekuliert und dennoch eine schwache Nettorendite

coins-163517_640Es gibt zwei Gruppen von Anlegern. Die einen investieren gut und freuen sich über eine hohe Nettorendite ihrer Anlagen. Die anderen investieren weniger gut und freuen sich über eine höhere Nettorendite – wie das geht? Steuern und Gebühren wirken sich in der Gesamtbetrachtung eines Investments nachhaltig auf die Nettorendite aus. Hier heißt es gegensteuern.

Vergleich macht reich

Gleich, wer wie erfolgreich investiert, an einem kann er nichts ändern, der Besteuerung. 25 Prozent der Erträge verschwinden direkt beim Finanzamt. Nur wer mit einem persönlichen Steuersatz von unter 25 Prozent belastet wird, kann sich die zu viel gezahlte Steuer über die Einkommensteuererklärung vom Fiskus wieder zurückholen. Für alle anderen Anleger gilt zu prüfen, wie sie ihre Kosten in Bezug auf Wertpapierhandel senken können. Der erste Schritt ist ein Vergleich auf dem Fachportal KostenlosesAktiendepot.org. Mit wenigen Eingaben lassen sich die Kosten für jeden individuellen Anleger ermitteln, die meisten Sparer sind verwundert, wie hoch das Einsparpotenzial tatsächlich ist. Es genügt bereits die Eingabe der durchschnittlichen Orderhöhe, der Anzahl der Transaktionen pro Jahr, das Depotvolumen und die Menge der online aufgegebenen Orders. Im Ergebnis zeigt der Vergleich die günstigsten Anbieter. Es ist auffällig, dass es sich hier nur um Direktbanken und Onlinebroker handelt, die Banken und Sparkassen vor Ort spielen bei der Suche nach dem günstigsten Anbieter keine Rolle. Kein Wunder, deren überkommenes Gebührenmodell, Depotverwaltung und Transaktionskosten prozentual abhängig vom Volumen zu berechnen, wird von den Direktanbietern kaum noch angewendet.

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Kostenlose Depotführung – wer klug ist, greift darauf zurück

Die meisten Direktanbieter stellen mindestens für das erste Jahr der Geschäftsbeziehung ein kostenloses Depot zur Verfügung. Einige Banken verzichten inzwischen generell darauf. Damit ist das erste Einsparpotenzial gefunden. Der nächste Schritt zielt auf die Höhe der Transaktionskosten ab. Der prozentual vom Handelsvolumen berechneten Courtage steht zunehmend eine Flatrate gegenüber. Diese unterscheidet nur noch, ob der Trade an einer Inlandsbörse oder einem ausländischen Handelsplatz erfolgte. Die Einsparungen hier rechnen sich auch für Kleinanleger und führen zu einer signifikanten Erhöhung der Nettorendite. Anleger, welche im Bereich Investmentfonds aktiv sind, fahren mit einer Direktbank kauf jeden Fall besser als mit einem Depot bei einem Kreditinstitut in der Fläche. Dort ist es üblich, überwiegend die Fonds der hauseigenen Kapitalanlagegesellschaft zu vertreiben. Für den Bankmitarbeiter wird idealerweise der volle Ausgabeaufschlag erhoben. Für den Anleger heißt das, dass er bei einem Aktienfonds im ersten Jahr mindestens eine Rendite von rund sieben Prozent erwirtschaften muss, um Ausgabeaufschlag, Verwaltungskosten und Steuer zu kompensieren. Einen echten Gewinn hat er noch nicht erzielt. Direktbanken bieten demgegenüber mehrere Tausend Fonds an und räumen hohe Rabatte auf das Agio ein, bei vielen Fonds bis zu 100 Prozent. In Kombination mit einem kostenlosen Depot ist dies ein echter Renditekick für die Anlage.

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