Geldgewinne und Schenkungssteuer

Für Gewinner größerer Geldsummen stellt sich meist erst einmal die Frage, wie dieses Geld nun möglichst gewinnbringend angelegt werden kann. Über steuerliche Regelungen macht sich jedoch meist keiner Gedanken – schließlich heißt es doch immer, dass Geldgewinne steuerfrei sind. Das stimmt allerdings nicht so ganz – doch Angst vor dem Finanzamt müssen Sie als Gewinner trotzdem nicht haben. „Nicht steuerbar“ statt „steuerfrei“ Zunächst einmal die gute Nachricht:

Lotteriegewinne – egal, in welcher Höhe und welcher Art – unterliegen nicht der Einkommenssteuer.
Das bedeutet, dass ein Millionengewinn Sie wirklich zum Millionär macht und Sie auch für Autos oder andere gewonnene Sachpreise, die es zum Beispiel bei der SKL-Lotterie gibt (mehr bei SKL Boesche), kein Geld an das Finanzamt abdrücken müssen. Der Grund hierfür ist einfach: Im deutschen Einkommenssteuergesetz (EstG) können Glücksspielgewinne keiner der sieben Einkunftsarten (Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Einkünfte aus Gewerbebetrieb, Einkünfte aus selbständiger Arbeit, Überschusseinkünfte, Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, Einkünfte aus Kapitalvermögen, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sowie sonstige Einkünfte) zugeordnet werden, darum gelten sie als „nicht steuerbar“. Der Satz „Lotteriegewinne sind steuerfrei“ ist also nicht ganz richtig, weil Steuerfreiheit nur den Einkunftsarten vorbehalten ist. Nun fallen Steuern an Zu einem Eingreifen des Finanzamts kommt es nur, wenn Sie aus den mit einem Geldgewinn getätigten Investitionen Einkünfte generieren – denn auf diese entfallen laut EstG natürlich Steuern. Hierzu zählen zum Beispiel Mieteinnahmen aus Immobilien oder Kursgewinne aus Aktien. Auf diese Kapitalerträge entfällt eine pauschale Abgeltungssteuer von 25 Prozent, hinzu kommen gegebenenfalls Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer. Um die Überweisung müssen Sie sich hier aber nicht selbst kümmern: Die Abgeltungssteuer wird direkt von den Banken anonym abgeführt. Eine andere Steuer, die eventuell noch anfallen könnte, ist die Schenkungssteuer. Diese – jedoch nicht immer in gleicher Höhe – tritt auf den Plan, wenn Sie einen größeren Betrag weitergeben wollen. Abhängig ist die Schenkungssteuer vom

Verwandtschaftsverhältnis des Schenkenden zum Beschenkten:

  • Bei eigenen Kindern gibt es einen Freibetrag von 400.000 Euro,
  • bei (Ur-)Enkeln liegt dieser bei 200.000 Euro,
  • beim Ehepartner bei 500.000 Euro.

Sollten Sie den Nervenkitzel lieben, können Sie unter: de.europalace.com 100 Freispiele erhalten.

Verschenken Sie mehr als diese freien Summen, fallen abhängig vom persönlichen Steuersatz und der Schenkungshöhe Steuern zwischen sieben und 50 Prozent an. Aufgepasst bei Spielshows Übrigens werden Gewinne aus Spielshows häufig anders gehandhabt: Hier wird argumentiert, dass für den Gewinn des Geldes auch eine Leistung erbracht wurde und der Gewinn somit unter der Einkunftsart „sonstige Einkünfte“ eingestuft werden kann.

Bildquelle: Pixabay

MerkenMerken

Empfehlen Sie diese Meldung weiter!

1 Gedanke zu “Geldgewinne und Schenkungssteuer

Schreibe einen Kommentar


  • RSS
  • Facebook
  • Google+
  • Twitter