Dienstunfähigkeitsversicherung – im Leistungsfall Ruhegehalt aufstocken

FuchsDie Ursachen einer Dienstunfähigkeit sind vielfältig – am häufigsten gehen Beamte vorzeitig in den Ruhestand aufgrund von Beschwerden am Bewegungsapparat und aufgrund psychischer Probleme. Gerade Beamte auf Probe und Widerruf sind nur geringfügig über den Staat abgesichert. Hier empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Dienstunfähigkeitsversicherung.

Wann ist ein Beamter dienstunfähig?

Vor dem Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung sollten Verbraucher sich über ihre Versorgungslücke im Falle einer Dienstunfähigkeit bewusst werden. Auch was der Gesetzgeber unter Dienstunfähigkeit versteht, ist ein anderes Thema. Ein Beamter erhält ein Ruhegehalt, wenn er 5 Dienstjahre vorweisen kann. Diese Regelung gilt für Beamte auf Lebenszeit. Beamte auf Widerruf und auf Probe werden bei einem Freizeitunfall und Krankheit – sofern dies zur Dienstunfähigkeit führt – in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Ruhegehalt erhalten Beamte auf Probe nur bei einer Dienstbeschädigung. Ansonsten beträgt das Ruhegehalt 35 Prozent der ruhegehaltsfähigen Bezüge oder 65 Prozent der Endstufe der Besoldungsgruppe A4.

Was ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung?

Ganz genau betrachtet, ist einer Dienstunfähigkeitsversicherung eine Berufsunfähigkeits- Police mit einer Beamten – bzw.  Dienstunfähigkeitsklausel. Hier unterscheiden Versicherer meist 2 Formen, die in der Formulierung nur minimal voneinander abweichen, in der Auslegung im Leistungsfall jedoch gravierend unterschiedlich sind. Man spricht hier von der echten und unechten Dienstunfähigkeitsklausel.  Verbraucher, die eine gute Dienstunfähigkeitsversicherung wollen, sollten darauf achten, dass die echte Beamtenklausel im Vertrag enthalten ist. Diese stellt eine Dienstunfähigkeit der Berufsunfähigkeit gleich. In vielen BU-Versicherungen tritt laut Bedingungen eine Berufsunfähigkeit erst bei 50 Prozent Beeinträchtigung ein. Eine Dienstunfähigkeit wird vom Dienstherrn nach anderen Kriterien festgestellt. So kann es passieren, dass der Versicherungsnehmer keine Leistungen erhält, sobald die unechte Dienstunfähigkeitsklausel in der Police enthalten ist.

Was gibt es vor dem Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung zu beachten?

Die Kosten für eine Dienstunfähigkeitsversicherung richten sich nach dem Eintrittsalter, Vorerkrankungen, der Vertragslaufzeit sowie dem genauen Beruf. Denn genau wie bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird der Beruf in Gefahrenklassen eingeteilt. Auch müssen vorab Gesundheitsfragen beantwortet werden. Wichtig ist eine Dienstunfähigkeitsversicherung besonders für Beamte, Lehrer, Soldaten und Polizisten. Denn hier reicht eine reine BU-Versicherung nicht aus.

Auch bei der Dienstunfähigkeitsversicherung gilt es die Vertragsbedingungen zu studieren – nicht nur hinsichtlich der Beamtenklausel. Andere Klauseln, wie der Verzicht auf die abstrakte Verweisung oder eine Nachversicherungsgarantie, dürfen bei einem guten Vertrag nicht fehlen.

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