Bei den Fixkosten sparen: Wie viel Ersparnis ist tatsächlich möglich?

Ob für den Handyvertrag, die KFZ-Versicherung oder den Stromanbieter: Seit vielen Jahren sind Vergleichsportale die erste Anlaufstelle für Verbraucher, die überprüfen möchten, ob ihr Tarif sich überhaupt noch lohnt. Im Folgenden deswegen der Blick auf nackte Zahlen.

Was steckt hinter den Werbeslogans?

Der Tarifdschungel ist für Laien nicht überschaubar. Online-basierte Vergleichsplattformen wie tarife.de erfüllen deswegen eine akute Nachfrage: Nach Eingabe einiger Informationen erstellt der Computer eine Liste aller erhältlichen Angebote. Neu ist dieses Prinzip keineswegs, doch die Frage, wie groß die Ersparnis wirklich sein kann, ist nach wie vor aktuell.

Das erste Beispiel ist Strom. Und zwar aus einfachem Grund: Längst nicht alle Menschen besitzen ein Auto, bei Handy und mobilem Internet ist die Quote zwar höher, liegt allerdings auch nicht bei 100 Prozent. Dasselbe gilt für alternative Anlageformen wie Tages- oder Festgeldkonten (ganz zu schweigen von Fonds). Strom dagegen ist absolut unverzichtbar und deswegen ein repräsentativer Fall für die Tarife, die bei Vergleichsportalen offenbart werden.

Als Exemplar dient ein Zwei-Personen-Haushalt in Berlin mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh. Laut Online-Rechner ist der günstigste Tarif für rund 680 Euro pro Jahr erhältlich, also etwa 57 Euro pro Monat. Erfahrungen zufolge zahlen viele Kunden mit diesem Stromverbrauch durchschnittlich ein gutes Stück mehr; 65 Euro pro Monat, aber auch über 70 Euro monatlich sind keine Seltenheit. Die jährliche Ersparnis liegt damit im dreistelligen Bereich.

Als zweites Beispiel richte man den Blick auf einen Ein-Personen-Haushalt in München. Dieser verbraucht etwa 2.000 kWh jährlich. Im günstigsten Tarif liegen die Kosten bei 445 Euro pro Jahr. Verglichen mit dem Tarif des lokalen Versorgers ist das eine Ersparnis von über 200 Euro, also beinahe 50 Prozent.

Ein Blick auf die anderen Bereiche

Beim Strom sprechen die Fakten also ganz klar für sich. Doch wie sieht es in anderen Segmenten aus? Als Beispiel dient Heim-DSL: Glasfaser-DSL mit 50 mBit/s ist in Köln bereits für unter 20 Euro monatlich erhältlich – auf den Werbe-Flyern der großen Anbieter stehen jedoch oft 24,99 oder 29,99 pro Monat.

Zu guter Letzt darf auch die Gasheizung nicht fehlen. Wer in Frankfurt 5.000 kWh Gas pro Jahr verbraucht, zahlt im besten Fall 220 Euro. Hier ist der Unterschied besonders auffällig: Gegenüber den verbreiteten Tarifen ist dieser Betrag nämlich weniger als die Hälfte.

Für Verbraucher bedeutet das, dass es sich tatsächlich lohnt, die eigenen Verträge mindestens einmal im Jahr zu überprüfen, da in der Summe viele hundert Euro Ersparnis absolut realistisch sind.

Bild: ©istock.com/Geber86

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