Angehörige und Familienmitglieder entlasten: „Um die Kosten einer Bestattung ranken sich viele Irrtümer“

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akz-o Der Tod von Familienmitgliedern und Angehörigen ist ein belastendes Ereignis. Wer dann auch noch für Bestattung und Trauerfeier zu sorgen hat, dem offenbaren sich nicht selten weitverbreitete Irrtümer über deren Kosten. Walter Capellmann, Hauptbevollmächtigter der Monuta N.V. Niederlassung Deutschland, weiß, wie man seine Angehörigen zumindest vor unerwarteten finanziellen Belastungen schützen kann. Herr Capellmann, was kostet eigentlich heutzutage eine Bestattung? Das hängt ganz davon ab, wie jemand sich seine Bestattung vorstellt. Durchschnittlich fallen für eine Bestattung mit kleiner Trauerfeier rund 6.000 Euro an. Sobald aber zusätzliche Wünsche hinzukommen, wie etwa ein ausgefallener Sarg, ein spezieller Grabredner oder gar Musik, steigen die Kosten. Wer hat denn die Kosten einer Bestattung zu tragen? Um diese Frage rankt sich gleich eine ganze Reihe populärer Irrtümer. Entgegen der weitverbreiteten Meinung vieler Menschen sind hier weder die Krankenkassen noch der Arbeitgeber zuständig. Bis 2004 hat sich die gesetzliche Krankenkasse an den Kosten für die Bestattung beteiligt. Mit dem „Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung“ (GMG) wurde diese Regelung aber ersatzlos gestrichen. Auch private Krankenversicherungen zahlen kein Sterbegeld. Ist kein Geld für die Bestattung vorhanden, müssen zunächst die erbberechtigten Angehörigen zahlen. Auch dann, wenn die Angehörigen das Erbe ausschlagen? Ja, auch dann. In Deutschland gilt die gesetzliche Bestattungspflicht, die ein Teil der sogenannten „Totenfürsorgepflicht“ ist und mit dem Erbrecht nichts zu tun hat. Eine Befreiung gibt es nur in Ausnahmefällen, etwa, wenn Angehörige nachweisen können, dass sie durch die verstorbene Person misshandelt wurden. Aber nicht jeder kann das Geld aufbringen… Wenn Angehörige die Kosten nachweislich nicht übernehmen können oder der Verstorbene keine Angehörigen hat, hilft das Sozialamt. Je nach Region wird in der Regel aber nur die reine Bestattungsleistung bezahlt – ohne Blumen, ohne persönliche Trauerfeier. Wer über den Tod hinaus selbstbestimmt handeln will und eine Trauerfeier nach eigenen Vorstellungen wünscht, sorgt besser dafür vor. Und spart das Geld dazu an? Nein, die Trauerfall-Vorsorge ist eine Risikovorsorge. Ein Sparvertrag beispielsweise ist hier kaum geeignet. Auch wenn jemand früh verstirbt, müssen die Bestattungskosten abgedeckt sein. Anders als die Trauerfall-Vorsorge zählt ein Sparvertrag nicht zum Schonvermögen. Tritt beispielsweise im Alter die Pflegebedürftigkeit ein, wird zunächst das eigene Vermögen bis auf einen geringen Freibetrag herangezogen, bevor es staatliche Hilfen gibt – die angesparten Rücklagen für die Bestattung eingeschlossen. Informationen erhalten Sie auf www.monuta.de/vorsorgen oder unter der Nummer 0180-60 00 010*. (*0,20 €/pro Anruf aus dem Festnetz der DTAG, Mobilfunk max. 0,60 €/pro Anruf) BU: Walter Capellmann, Monuta Versicherung. Foto: Monuta/akz-o
AkZ: Kapital & Finanzen

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